Michael Goller
   





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"Das Fragmentarische und Dissoziative scheinen perfekt geeignet, das Urbild unserer Wirklichkeit abzubilden: Im Rauschen der medialen Eindrücke ist einzig das Flüchtige von Bestand. Die Bilder von Goller sind in der Lage, beide zu vereinen: Die Flüchtigkeit, denn wir können in ihnen hin und her zappen, und jeder Quadratzentimeter der Leinwand eröffnet uns eine neue Geschichte und einen neuen Horizont; Die Beständigkeit, denn wir wissen und erkennen im Bild, dass hinter jedem Fragment eine nicht beliebige Vorgeschichte steht, ein schwieriger Kampf im künstlerischen Prozess, der dauerhaft in den Tiefen der Leinwand weiter tobt.
Der Künstler ist der Rebell, der hinausschaut, die Welt schaut, sich dadurch aber auch isoliert, und daran zerbrechen kann. Goller hat diese Erfahrung am eigenen Leib gemacht, wird aber keineswegs müde, seine Auffassung von Welt weiter in seiner Malerei zu vermitteln. Bis heute hat er schon ein sehr umfangreiches Oeuvre geschaffen, das eigenständig und ungewöhnlich ist. Seine Malerei ist ein Angebot und eine Aufforderung an uns, einen anderen Blick auf unsere Welt zu richten. Dabei sind hier aus der Fülle der inhaltlichen und formalen Motive nur einige wenige zur Sprache gekommen. Es ist noch viel zu entdecken..."

Torsten Obrist 03/2008, publiziert im Katalog "Rumpelstilzchen", Saarländisches Künstlerhaus 2008